O!DUI

1997 - 1999

Der Name O! Dui bestand aus den Namen der Göttin O und aus dem Hexagramm des „I Ging“ Dui (See). O ist eine alte Maya- Großmutter. Sie wird mit einem Webstuhl dargestellt und gilt als die webende, alles wissende, alles wirkende und be- wirkende Urahnin und Göttin. Sie webt das Leben und trennt es wieder auf. Wer sie ruft, erfährt das Muster des eigenen Lebens und kann sich an der Gestaltung beteiligen. Was von ihr gewünscht wird, trifft ein.
Das Hexagramm Dui drückt Fröhlichkeit, Offenheit, Freude, Befriedigung und Übermaß aus.

O!DUI war eine Performancegruppe von Frauen, die in den Bereichen Tanz, Körperarbeit, Musik, Malerei, Theater, Ethnologie und Design tätig waren. Sie sind aus der Gruppe der „Mythos Frauen“ entstanden, die 1995 von Karin Bindu als offene Frauengruppe mit regelmäßigen Treffen zur Improvisation, Ausdrucks- und Körperarbeit gegründet worden war.

Die erste Performance der Gruppe O!DUI fand 1997 anlässlich einer Ausstellungseröffnung mit dem Titel „Fliessen“ von Maja Pogacnik im Tai Chi Zentrum „Yee Kung“ in Wien statt.

Die Performance „Kerne“ wurde im Rahmen des „Hallamasch 1998- Festival der Kulturen“ vor dem Theseustempel im Wiener Volksgarten uraufgeführt.

In dieser Performance ging es um die Reise zum eigenen Kern. Jede Performerin suchte sich die Geschichte aus, in der sie sich selbst finden und zu ihrem Kern rückbesinnen konnte.
Die Geschichten wurden durch Tanz, Musik, Erzählung und Malerei umgesetzt, wobei die Regie für die eigene Geschichte immer von der jeweiligen Künstlerin geführt wurde.
Die einzelnen Sequenzen wurden durch ein rituelles Element zum Thema „Kern“ verbunden.

Performerinnen:

Maja Pogacnik, Eva-Maria Klausner, Michaela Preissler, Karin Bindu, Martina Slach, Mandana Alavi Kia, Sonja Rappold

Musikerinnen:

Lore Grutschnig, Maiada Ghassen-Hadaia, Gabriele König, Michaela Preissler, Nicole Mandelburger, Karin Bindu