Bericht »Wiener Studie zur emotionalen Rhythmuswahrnehmung«

Nr. 3846/07 Von Dr.in phil. Karin Bindu
Gefördert durch die Abteilung Wissenschafts- und Forschungs- Förderung
MA 7, 1082 Wien
2008

Zentrale Fragestellung

Der Schwerpunkt dieser Studie dreht sich um die Frage, welche Tendenzen bei der Zuordnung durch Anhören einer spezifischen Auswahl von fünf geraden und ungeraden Rhythmen (Talas) zu den in Indien tradierten neun Rasas (durch künstlerischen Ausdruck vom Publikum wahrgenommene Emotionen) von Personen aus Wien festgestellt werden können, wobei folgende Unterscheidungskriterien berücksichtigt wurden: Geschlecht, Herkunft, Musikpraxis und Kenntnisse indischer Musik.

In Kerala wird zur Begleitung der Kutiyattam PerformerInnen präferenziell die Verwendung bestimmter Talas für entsprechende Rasas durch Lehrende dieser Kunstform empfohlen bzw. in Relation zu bestimmten Ragas (Liedern) tradiert.
Mein Interesse galt in diesem Zusammenhang der Frage, ob Talas in ihrer puren Form, abstrahiert vom kulturellen Kontext, in vergleichbaren Präferenzen vom Wiener Publikum empfunden werden, sowie in weiterer Folge, ob interkulturelle Ähnlichkeiten im Sinne einer »universalia humanis« bei der Zuordnung von Talas zu Rasas existieren.

Download der Studie: Bericht.Rhythmuswahrnehmung